Digitales Marketing. Oder: Warum das alte Marketing ausgedient hat.

Die Welt in der wir leben wird täglich schneller, digitaler und unübersichtlicher. Was heute im Trend ist, ist morgen überholt. Viele Unternehmen und Marketingabteilungen sind damit heillos überfordert. Sie stolpern nach über zehn Jahren Web 2.0, Social Media und Smartphones immer noch orientierungslos durch die digitale Welt. Dabei sollten sie sich schleunigst neu positionieren. Denn das “alte Marketing” hat bald ausgedient.

Digitales Marketing ist ein Sammelbegriff für alle Marketing-Aktivitäten, bei denen Unternehmen digitale Kommunikationskanäle nutzen, um mit ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten. Das können zum Beispiel Social Media, Suchmaschinen, E-Mails, E-Books, Online-Advertising, YouTube Kanäle, Podcasts und vieles mehr sein.

Was genau hat sich für Unternehmen geändert?

Mit dem Web 2.0 und Social Media wurde vor langer Zeit ein neues Zeitalter eingeläutet. Die Art und Weise, auf die wir miteinander kommunizieren, hat sich für die meisten Menschen grundlegend geändert. WhatsApp, YouTube, Instagram und andere Kanäle gehören besonders für junge Menschen zum Alltag wie das Zähneputzen oder der Gang zum Kühlschrank. Kaum einer ist noch großartig an Fernsehen, Radio oder Zeitung interessiert. Unsere Welt ist digitaler geworden. Und damit auch unser Medienkonsum und unsere Art zu kommunizieren.

80% aller Deutschen sind regelmäßig im Web. Bei den 14-19-jährigen sind es nahezu 100%. Und mittlerweile verbringt jeder von uns täglich mehr als zweieinhalb Stunden auf Social Media-Plattformen. 
Da fragt man sich doch, warum in aller Welt viele Unternehmen sich immer noch gegen den Wandel sträuben.

Während Printmedien, TV und Radio langsam zu verstaubten Reliquien des zwanzigsten Jahrhunderts werden, müssen Unternehmen, Marken und Organisationen ihre Kommunikation dem neuen digitalen Zeitalter anpassen. Auch wenn sich viele noch sehr schwer damit tun.

Warum müssen Unternehmen digital ganzheitlich umdenken?

Ganz einfach: Wer digitale Trends verpasst, stirbt. Nicht selten sind es disruptive Technologien, die zögernde oder festgefahrene Unternehmen ins Abseits befördern. Und genau diese disruptiven Technologien und Strategien erneuern sich gefühlt im Takt und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt schneller. Kaum hat sich ein Produkt oder eine Plattform etabliert, wartet das nächste große Ding, um es abzulösen.

Nach MySpace und Facebook kam Instagram. Nach iTunes kam Spotify. Nach dem Smartphone kommt… wer weiß das schon?

Das Gleiche Prinzip gilt für Werbung und Marketing. Während einige Unternehmen noch planlos auf Social Media posten und gar nicht wissen, was sie eigentlich sagen wollen, schöpfen andere das Potenzial der digitalen Revolution ganz aus. Geschickt geschnürte Kampagnen sieben uninteressierte Menschen von vornherein raus und streuen individuelle Botschaften an differenzierte Zielgruppen. Sie nutzen Influencer, Virales Marketing, Cross-Channel-Marketing, punkt punkt punkt. Alles datengetrieben, intelligent, optimiert.

Besonders gut machen es einige Startups vor. Sie sind oft näher an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe dran, erkennen Trends und wissen, was die Menschen von heute bewegt. Gepaart mit smarten, digitalen Marketingkampagnen gelingt es so manch einem ideenreichen Startup, großen Unternehmen beachtliche Marktanteile wegzuschnappen. Unternehmen wie Apple wissen das ganz genau. Sie verschließen sich nicht gegenüber disruptiven Trends, sondern setzen diese selbst. Und wenn nötig, kannibalisieren sie sogar ihre eigenen Geschäftsmodelle, wie zuletzt iTunes mit ihrem eigenen Streaming Service Apple Music.

Was macht digitales Marketing so viel besser als herkömmliches Marketing?

Henry Ford – das Marketing Genie seiner Zeit – soll einmal gesagt haben: “Die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht welche Hälfte”. Und auch wenn das für die längste Zeit der Realität im Marketing entsprach, gilt das heutzutage nicht mehr so ganz.

Digitales Marketing ist um ein Vielfaches effektiver, messbarer und steuerbarer als alles, was Henry Ford sich hätte wünschen können.

Digitales Marketing erlaubt es Werbenden, Menschen individuelle Botschaften zu kommunizieren, sie wieder und wieder mit neuen Inhalten zu erreichen und später den Erfolg auf Klicks und Cents genau zu messen. Unternehmen müssen ihre Marketing-Budgets nicht mehr verschwenden, weil sie nun wissen können, wo es ihnen am meisten bringt. Deshalb steigen die Budgets für Digitales Marketing weltweit von Jahr zu Jahr. Noch liegen die Budgets bei etwa 25%. Prognosen für das nächste Jahrzehnt liegen bei 75% und mehr. 2

Digitales Marketing ist die Zukunft. Und wer das jetzt noch nicht verinnerlicht hat, dem stehen schwere Zeiten bevor.

Worauf wird man in Zukunft achten müssen?

Digitales Marketing wird für alle leichter. Und damit auch für alle schwerer. Google, Facebook & Co vereinfachen ihre Werbetools und machen sie für alle zugänglich. Wenn also jeder wirbt, wird es für alle schwerer aus der Masse herauszustechen. Deshalb brauchen wir nicht mehr Marketing, sondern besseres Marketing! Wir haben klassische Werbung schon lange satt. Bannerwerbung, Facebook und Instagram Ads, Newsletter… Wir sind derart desensibilisiert, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne auf nur noch 3 Sekunden geschrumpft ist. Wer es also nicht schafft, Menschen mit interessantem, unterhaltendem oder hilfreichem Content an sich zu binden, dem wird heutzutage kaum mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Und im digitalen Zeitalter muss man sich bei Unternehmen fragen: “Wenn man keine Aufmerksamkeit bekommt, existiert man dann überhaupt noch?”

 

1 Statista, 2017
2 Netzwerkreklame, 2017

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